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ETF oder ETP? Der wichtigste Unterschied klar erklärt

Hast du dich schon mal gefragt, warum manche Leute von ETFs schwärmen und andere lieber ETPs wählen? Tatsächlich nutzen Millionen Anleger weltweit diese Produkte, aber nur wenige verstehen den feinen Unterschied.

Wenn du planst, dein Geld an der Börse anzulegen, ist es super wichtig zu wissen, welche Produkte wirklich zu dir passen. Ich zeige dir in diesem Artikel den Unterschied zwischen ETFs und ETPs, erkläre die Vor- und Nachteile und gebe praktische Tipps für Schweizer Anleger.

Du wirst merken: Es ist gar nicht so kompliziert, wie es oft dargestellt wird. Mit ein paar klaren Beispielen und einfachen Erklärungen wird alles verständlich.

Was ist ein ETF?

ETF steht für „Exchange Traded Fund“. Einfach gesagt handelt es sich um Fonds, die einen Index wie den SMI (Swiss Market Index) oder den S&P 500 nachbilden. Das Ziel ist, die Performance des Index so genau wie möglich zu spiegeln.

Der grosse Vorteil eines ETF liegt in der passiven Verwaltung. Das bedeutet: Es gibt keinen Fondsmanager, der aktiv versucht, den Markt zu schlagen. Dadurch bleiben die Kosten niedrig, und du profitierst von einer breiten Diversifikation.

In der Schweiz gibt es viele beliebte ETFs, zum Beispiel auf den SMI oder internationale Aktienindizes. Sie sind leicht handelbar, transparent und eignen sich perfekt für langfristige Anleger, die nicht ständig Entscheidungen treffen wollen.

Was ist ein ETP?

ETP bedeutet „Exchange Traded Product“ und ist in den USA und der EU ein Überbegriff für börsengehandelte Produkte. Darunter fallen ETFs, aber auch ETNs (Exchange Traded Notes) und ETCs (Exchange Traded Commodities). ETPs bieten daher auch Zugang zu speziellen Anlageklassen, zum Beispiel Rohstoffen oder Hebelprodukten. In der Schweiz sind ETPs anders als in den USA und der EU kein Oberbegriff, sondern sie stellen ein eigenes Produktsegment dar.

Wenn du ETPs kaufen möchtest, findest du hier eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du ETPs bei Saxo Bank kaufen kannst – perfekt für Einsteiger: (etp-saxo-bank-kaufen-anleitung).

Der grosse Vorteil eines ETPs ist die Flexibilität. Du kannst mittels ETNs bzw. ETCs gezielt in bestimmte Märkte investieren oder Strategien nutzen, die ein ETF nicht abdeckt. Allerdings kommen damit auch Risiken: mögliche Emittentenrisiken und komplexere Strukturen sind typische Stolpersteine.

ETNs und ETCs eignen sich daher eher für Anleger, die schon Erfahrung haben und gezielt bestimmte Märkte oder Strategien umsetzen wollen. Sie sind nicht automatisch sicherer oder besser als ETFs – nur anders.

Die wichtigsten Unterschiede zwischen ETF und ETN/ETC

Der zentrale Unterschied liegt in der Struktur: Ein ETF ist ein Fonds, ein ETN oder ETC ist eine Schuldverschreibung. Das wirkt sich auf Risiko und Kosten aus.

ETFs haben meist sehr niedrige Gebühren und kein Emittentenrisiko, während ETNs typischerweise zusätzliche Risiken durch den Emittenten tragen können. ETCs sind in der Regel besichert, zum Beispiel mit Rohstoffen. Auch die Liquidität kann variieren, besonders bei exotischen Produkten.

Wenn du tiefer einsteigen möchtest, wie Multi-Asset-Lösungen funktionieren, also ETPs, die verschiedene Anlageklassen bündeln, lies hier weiter: (multi-asset-etps-schweizer-anleger).

Für Anleger bedeutet das: ETFs sind ideal für langfristiges, passives Investieren. ETNs und ETCs eignen sich für gezielte Strategien, kurzfristige Investments oder Hebelprodukte. Es hängt also stark von deinen Zielen und deiner Risikobereitschaft ab.

Wann solltest du ETF oder ETP wählen?

Wenn dein Ziel eine langfristige, solide Vermögensanlage ist, bist du mit ETFs oft auf der sicheren Seite. Sie bieten Diversifikation, geringe Kosten und tägliche Handelbarkeit.

ETNs und ETCs hingegen kommen ins Spiel, wenn du spezielle Märkte abdecken oder Hebel einsetzen möchtest. Zum Beispiel Rohstoffe, Fremdwährungen oder Nischenindizes – das geht oft nur über ETNs oder ETCs.

Ein ETP eignet sich zum Beispiel sehr gut, wenn du spezielle Strategien umsetzen willst, etwa gezielt in mehrere Megatrends gleichzeitig investieren möchtest und nicht für jeden Trend einen einzelnen ETF halten willst. Dann kannst du dies zum Beispiel mit dem Smart All World ETP direkt in einem Produkt abbilden und so Zeit und Handelskosten sparen.

Wenn du gezielt in mehrere verwandte Themen gleichzeitig investieren möchtest, etwa in Bitcoin, Ethereum und Solana, kann dir ein Produkt wie ein 21Shares ETP den Zugang ermöglichen, ebenfalls ohne dass du diese einzeln halten musst.

Denke daran: In der Schweiz sind ETPs, anders als in den USA und der EU, kein reiner Oberbegriff, sondern ein eigenes Produktsegment und müssen vollständig besichert sein, was das Emittentenrisiko im Vergleich zu ausländischen ETPs deutlich mindert.

Falls du dir unsicher bist, wie du verschiedene ETP-Kategorien, etwa Krypto-, Aktien- und Obligationen-ETPs, sinnvoll kombinieren kannst, schau dir diese praktische Übersicht an: (etps-krypto-aktien-obligationen-mischen).

Für Schweizer Anleger ist es ausserdem wichtig, steuerliche Aspekte und die Regulierung zu beachten. Einige Produkte sind einfacher zugänglich über Schweizer Banken, andere über internationale Börsen.

Häufige Fehler beim Umgang mit ETFs und ETNs/ETCs

Viele Anleger unterschätzen das Emittentenrisiko von ETNs. Wenn der Emittent Probleme bekommt, kann das Produkt wertlos werden, auch wenn der Markt selbst stabil ist.

Ein weiterer häufiger Fehler ist, zu stark auf einzelne Produkte zu setzen. Diversifikation ist das A und O, egal ob ETF oder ETN beziehungsweise ETC.

Schliesslich achten viele Anleger zu wenig auf Gebühren und Steuern. Auch kleine Unterschiede summieren sich über Jahre und können die Rendite merklich beeinflussen.

Fazit

Zusammengefasst: ETFs sind perfekt für Anleger, die unkompliziert, kostengünstig und breit gestreut investieren möchten. ETNs und ETCs bieten dagegen mehr Flexibilität, spezielle Strategien und die Möglichkeit, in Nischenmärkte zu investieren, sind aber komplexer und risikoreicher. Schweizer ETPs eignen sich sehr gut, um verschiedene Kombinationen, die man sonst mühsam mit Einzel-ETFs zusammenstellen müsste, als Korb zu erwerben.

Überlege dir genau, welche Anlageziele du verfolgst und welches Risiko du bereit bist einzugehen. Mit dem richtigen Mix aus ETF und ETN oder ETC kannst du dein Portfolio sinnvoll ergänzen.

Jetzt liegt es an dir: Starte smart, bleib informiert und investiere mit Plan.

FAQ

  1. Sind ETFs sicherer als ETNs oder ETCs?
    Ja, ETFs haben in der Regel kein Emittentenrisiko und sind passiv verwaltet.
  2. Kann ich sowohl ETFs als auch ETNs oder ETCs im gleichen Depot halten?
    Natürlich, viele Anleger kombinieren beide für mehr Flexibilität.
  3. Welche Kosten fallen an?
    ETFs sind meist günstiger, ETNs und ETCs können höhere oder zusätzliche Gebühren haben.
  4. Sind ETNs und ETCs nur für Profis?
    Nicht zwingend, aber sie verlangen mehr Wissen über Risiken und Struktur.

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